Fahrradfreude Leipzig - der Name ist Programm. Wir sind ein loser Zusammenschluss Leipziger Bürger*innen, die gern und viel mit dem Fahrrad unterwegs sind. Ziel ist die Förderung dieser Art der umweltfreundlichen Fortbewegung.

Spaß machen soll es aber auch! Radfahren an sich ist eine tolle Sache und verbindet das Praktische mit dem Nützlichen: umweltfreundlich, schnell, kostet nichts, Fitnessprogramm und gutes Gewissen eingebaut. Dazu wiederum ist eine vernünftige Infrastruktur notwendig. Hierbei steht Leipzig im Vergleich zu anderen Deutschen Großstädten gar nicht so schlecht da - trotzdem gibt es noch viel Verbesserungspotential, insbesondere wenn man sieht, was in anderen Regionen Europas möglich ist (Niederlande, Skandinavien) - man muss es nur wollen.

Wie sehen uns nicht als Konkurrenz zum ADFC oder anderen Umweltverbänden sondern als weitere Stimme mit den gleichen Zielen.

Ebenso darf eine bessere Radinfrastruktur nicht zu Lasten anderer umweltfreundlicher Fortbewegungsmethoden gehen - sei es zu Fuß, mit Bus oder Bahn oder was auch immer geeignet ist, die Stadt wieder für die Menschen zu machen und nicht für Autos.

Aktuelles

Termine

Wir bleiben dran! Demo am 10.3.2021

Damit das Thema nicht wieder versandet, müssen wir leider weiterhin dran bleiben - dazu wird am 10.3.2021 im Rahmen des Leipziger Aktionstags für Popup-Radwege eine Kundgebung in der Rödelstrasse (7:00-8:30), aber auch an 9 weiteren Orten in Leipzig, stattfinden. Details hier.

Neues aus der Rödelstraße ...

Jan/Feb 2021 Dienstaufsichtsbeschwerde und Prüfergebnisse

Nachdem die vom Stadtrat beschlossenen Prüfaufträge eigentlich bis Ende 2020 ausgeführt hätten sein sollen, davon aber keinerlei Spuren zu finden waren (und bis heute nicht sind), kamen dann per Post die Ergebnisse als Antwort auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Untätigkeit.

Der gesamte Text findet sich hier, aber in Kürze:

Tempo 30 möglich, bedarf aber genauerer Planung. Radstreifen geht nicht wg "Leistungsfähigkeit". Genauere Prüfung vorgesehen, aber keine Kapazitäten.

Mit anderen Worten: Es wird weiter nichts passieren.

Mai 2020 Stadtratsbeschluss zur Petition

Überrraschenderweise war das Thema Rödelstraße am 20.5.2020 auf der Tagesordnung des Stadtrates und es wurde der Verwaltungsstandpunkt wie unten unverändert beschlossen. Einerseits immerhin ein kleiner Teilerfolg, aber mehr auch nicht. Kommentare siehe hier.

Der Verwaltungsstandpunkt zur Rödelstraße ist da

Die Stadtverwaltung hat sich immerhin diesmal etwas mehr Mühe gegeben. Zusammenfassend:
  • immerhin sehen sie das Problem und den Verbesserungsbedarf
  • die Original-Petitions-Lösung wird abgelehnt, aber zwei alternative Prüfaufträge in 2020 angeboten: Tempo 30 sowie eine Variante "Umweltspur", die es allerdings in der neuen STVO gar nicht gibt
  • am besten wäre die "grosse Lösung" (Südsehne), aber das wird noch Jahre dauern

Dass es erstmal eine Untersuchung evtl. Lösungsvarianten geben muss, ist klar. Aber reichen die Vorschläge aus? Ich denke nein. Statt dessen:

  • Prüfauftrag Tempo 30 ja
  • zweiter Prüfauftrag auch ja, aber die "Ökolöwen-Variante" (beidseitige Bus+Radspur) statt "Umweltspur"
  • Vorziehen der Untersuchung zur Südsehne als evtl langfristige Lösung
  • Auf jeden Fall mit Bürgerbeteiligung
  • Nicht-bauliche Lösungen müssen durch die Polizei auch durchgesetzt werden

Weitere Kommentare dazu hier.


 

 

 

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Was die Critical Mass genau ist, darüber gibt es verschiedene Ansichten. Soll es für mehr Rechte und bessere Infrastruktur für Radfahrende stehen oder einfach nur Spaß machen (oder beides) - die Motivationen sind verschieden. Dies ergibt sich auch aus der Form: Eine sich rein zufällig findende Menge von Menschen fährt einfach so eine Runde durch die Stadt ... nach Paragraph 27 STVO als Verband.

Was ist die Critical Mass nicht: Keine Demo, es gibt auch keine Organisation und keine Verantwortlichen.

Dies in Kürze, mehr dazu:

Derzeit stehen die Räder zwar nicht komplett still, aber die meisten Radfahrenden sind vernünftig genug, es aus Corona-Schutzgründen im Moment sein zu lassen.

Geht aber auch virtuell - nicht zusammen auf der gleichen Strasse, aber jeder fährt seine eigene Runde und hier läuft alles zusammen:

(Eingebundene Seite: https://www.criticalmaps.net/map#12/51.3311/12.3697)

Die Daten kommen aus der App dazu, die man dabei hat - damit sieht man dann viele kleine Fahrradsymbole sich auf der Karte bewegen. Normalerweise zusammen, im Moment eben jeder für sich.

Jedes Jahr werden auf Deutschlands Strassen mehr als 3000 Menschen getötet, häufiger Grund ist "unangepaßte Geschwindigkeit". Die Polizei versucht immerhin durch Kontrollen, diesem Verhalten Einhalt zu bieten und damit die Zahl und Schwere der Unfälle zu vermindern.

Nun gibt es aber jeden Tag auf vielen Radiosendern, Zeitungen usw die sogenanten Blitzer-Warnmeldungen, die genau diese Kontrollen ad absurdum führen und damit genau zu den oben genannten schlimmen Unfällen beitragen. Dies ist besonders skandalös, da es sich auch um öffentlich rechtliche, also mit Steuergelder bezahlte, Sender handelt.

Was tun?

Zum einen gibt es die sogenannte Programmbeschwerde, zum anderen gibt es die Guerilla-Möglichkeit, "den Donald zu machen" und dort ein bißchen Fake News zu melden. Natürlich nicht vorsätzlich, aber manchmal täuscht man sich ja, wenn man glaubt, etwas gesehen zu haben ...

Der Effekt wäre der, dass an den betreffenden Stellen tatsächlich weniger gerast wird. Und an je mehr Stellen dies passiert, umso besser.

Beispiele:

LVZ & Co:

Situation heute (August 2020)

Blick stadteinwärts vor den Gusswerken:

Aktuell
Situation Aktuell

Die Lösung

Hier muss ein Radweg hin:

Radweg
Radweg (Karte: OpenStreetMap)
Querschnitt
Querschnitt

 

Der stadtauswärtige Geh/Radweg muss an den Einmündungen sicherer für Radfahrende gestaltet werden:

Einmündungen
Einmündungen